Zur Geschichte der 89 6009

Die Dampflok 89 6009 wurde 1902 von der Firma Humboldt in Köln-Kalk unter der Fabriknummer 135 gebaut und als preußische T3 „1808 Berlin“ in Dienst gestellt.

Sie wurde hauptsächlich im Rangierdienst und auf kurzen Nebenstrecken eingesetzt.

Über den Verkauf an eine Privatbahn 1930 kam sie 1949 wieder zur Deutschen Reichsbahn und erhielt die noch heute gültige Betriebsnummer 89 6009.

Zur Vergrößerung der Wasservorräte für den Einsatz auf Nebenbahnen erhielt die Lok 1953 einen Schlepptender, behielt aber die Tenderlok-Betriebsnummer.

Bis Ende 1966 wurde die 89 6009 mit anderen Bauart gleichen Schwestermaschinen im Oderbruch um Wriezen nordöstlich von Berlin eingesetzt.

Danach wurde sie im Bereich der Rbd Magdeburg für den Erhalt als Museumslok hinterstellt und Ende 1971 dem Verkehrsmuseum Dresden übergeben.

Seit April 1974 war sie als erste betriebsfähige Museumslok in der DDR im Bw Dresden-Altstadt beheimatet und wurde von den Eisenbahnern betreut.

Nach der Jahrtausendwende wurde die Lok vom Verein IG Bw Dresden-Altstadt e.V. mit einem langfristigen Nutzungsvertrag vom DB Museum übernommen und bis Juni 2008 betriebsfähig erhalten.

Die aber nun anstehenden Kosten für die Aufarbeitung des Kessels mit Neubau des Feuerraumes und Ausrüstung mit aktuellen Sicherheitseinrichtungen übersteigen die Finanzierungsmöglichkeiten des Vereines, weshalb Spenden erbeten werden.

Nach der Wiederinstandsetzung steht die Lok im Eisenbahnmuseum Bw Dresden-Altstadt für Publikumsfahrten auf dem Führerstand sowie Charterfahrten in die nähere Umgebung Dresdens zur Verfügung.

erstellt 23.12.2010, gez. Jörg Baumgärtel, 1.Vorsitzender der IG Bw Dresden-Altstadt e.V.

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